Chronik

Ende der 70erJahre beschloss die Gemeinde Rossdorf am Zahlwald ein Sportzentrum zu errichten. Diese moderne Sportanlage sollte auch 2 Kegelbahnen für Freizeitkegler beherbergen, so sah es die damalige Planung vor.
Willi Kern und Georg Nagel, 2 Kegelsportler die bisher ihren Sport bei TUS Griesheim betrieben hatten, sprachen bei dem damaligen Bürgermeister Kloß vor und sie schafften es tatsächlich, dass der Gemeindevorstand im Herbst 1979 beschloss im Sportzentrum eine wettkampfgerechte 4-Bahnanlage einzubauen. Die Voraussetzungen für die Gründung eines Kegelsportvereins in Rossdorf waren geschaffen.
Schnell war klar, dass dies als eine Abteilung der SKG Rossdorf geschehen sollte. Nach zwei Zusammenkünften mit dem Hauptvorstand der SKG Rossdorf im Herbst 1980 wurde im Rossdörfer Anzeiger folgendes veröffentlicht:

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Zu dieser Gründungsversammlung erschienen 8 interessierte Personen. Von diesen blieben schließlich die 6 auf diesem Bild übrig:



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v.l.n.r.: Peter Bobek, Robert Benzinger, Willi Kern, Georg Nagel, Günter Mannagottera und Hans Beck
Trotz der vergleichsweise geringen Resonanz war man sehr optimistisch und folgender Gründungsvorstand wurde gewählt:
Abt.Leiter und Sportwart: Willi Kern
Rechner:   Robert Benzinger
Schriftführer:   Peter Bobek

In der Folgezeit wurde mit Plakaten und Anzeigen kräftig die Werbetrommel gerührt.
Ende Januar 1981 nahm man bis zur Fertigstellung des neuen Sportzentrums vorübergehend das Training in Spachbrücken auf. Nachdem dann im Rossdörfer Anzeiger folgende Anzeige zu lesen war, zählten wir Ende März 1981 bereits 17 Mitglieder.
 

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Sehr optimistisch wurden Ende Mai 2 Herren- und 1 Damenmannschaft für die im September 1981 beginnende 1. Verbandsrunde gemeldet.
Endlich war es soweit, am 25.7.1981 eröffnete Bürgermeister Heinrich Kloß mit je einem Wurf auf jeder Bahn, die neue Kegelanlage im Sportzentrum "Am Zahlwald".
Vom 25.7. -7.8..1981 wurde unter grossem Einsatz der Mitglieder ein Wettbewerb zur Erringung des Bundeskegelsportabzeichens durchgeführt. Bei 499 Teilnehmern ein hartes Stück Arbeit. Ganz nebenbei kam dabei auch ein bisschen Geld in die junge und leere Abteilungskasse.
Die Mitgliederzahl nahm nun rasch zu, von 31 am 31.08.1981 auf stattliche 72 im Februar 1982.
Die ersten Punktspiele waren alles andere als ermutigend, doch bald ging es aufwärts und nach zusätzlichen Qualifikationsspielen stand im April 1982 fest: Die Damenmannschaft steigt in die Bezirksliga und die 1. Herrenmannschaft in die A- Liga auf.
Aber den Höhepunkt setzte unsere A- Jugendliche Andrea Nagel, sie wurde Hessenmeisterin und belegte bei den Deutschen Meisterschaften einen phantastischen 4. Platz.

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Durch den rapiden Mitgliederzuwachs und die guten Leistungen ermutigt, meldete man zur Spielrunde 1982/83 7 Mannschaften (4x Herren, 2x Damen 1x Jugend). Der Höhenflug hielt an und am Ende konnten 3 Meisterschaften gefeiert werden.
Die 1. Damenmannschaft wurde Bezirksmeister und stieg in die Regionalliga auf. Die 2. Damenmannschaft wurde auf Anhieb A-Liga Meister und die 2. Herrenmannschaft wurde B- Liga Meister.
Aber wiederum war es die jetzt als Juniorin startende Andrea Nagel, die den absoluten Höhepunkt setzte. Sie qualifizierte sich 1983 für den Nationalmannschaftskader und wurde in Jugoslawien mit dem Team der Bundesrepublik Deutschland Weltmeister. War das eine Freude!
Mit Elan ging`s in die 3. Spielsaison und auch diese war von Erfolg gekrönt. Die 1. Damenmannschaft erkämpfte sich einen hervorragenden 2. Platz in der Regionalliga und die 1. Herrenmannschaft schaffte den Aufstieg in die Bezirksklasse. Besondere Freude bereitete uns die frisch zusammengestellte Mannschaft der männl. A-Jugend.
Sie schaffte nach Qualifikationsspielen den Aufstieg in die Hess. Landesliga.
Die kommenden Jahre standen nun ganz im Zeichen das Erreichte zu festigen, Glanzlichter setzte die Jugend.
Nach dem Aufstieg in die Hess. Landesliga steigerten sich unsere A- Jugendlichen Peter Beck, Thorsten Benzinger, Uwe Becker, Johannes Burmeister, Thomas Fleischhauer und Michael Schmitt (nicht auf dem Bild Harald Borger) in der Saison 1984/85 nochmals und wurden Hess. Vizemeister knapp hinter Aschaffenburg.
Dies berechtigte zum Start bei den Deutschen Meisterschaften in Kempten, wo man einen hervorragenden 11. Platz erkämpfte.

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Aber zur herausragenden Spielerin der SKG Rossdorf sollte Andrea Nagel werden. Nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft 1983 wurde sie 1986 Bezirksmeisterin, 3. Hessenmeisterin und Deutsche Meisterin der Juniorinnen. Und ein weiterer Traum sollte in Erfüllung gehen. Sie wurde im Mai 1987 wiederum Weltmeisterin mit dem Team der Bundesrepublik Deutschland. Eine einmalige Karriere!
1990 stand ganz im Zeichen des 10jährigen Jubiläums unserer Abteilung. Den sportlichen Rahmen bildeten die Ortsmeisterschaften mit Rekordbeteiligung und ein grosses Pokalturnier für Sportkegelmannschaften. Höhepunkt war ein 2tägiges Zeltfest im Sportzentrum an Pfingsten 1990.
Zum Grillfest im Sommer 1990 besuchten uns erstmals unsere Kegelfreunde vom SV Stenn in Sachsen. Es sollte der Beginn einer wunderbaren Freundschaft werden, die noch heute mit grosser Herzlichkeit gepflegt wird.
Einen sportlichen Glanzpunkt setzte die 1. Damenmannschaft am 17.3.1990 in Wiesbaden.
Mit 2517 LP spielte sie neuen Vereinsrekord. Herausragende Spielerin war an diesem Tag Gabi Kolb, die mit phantastischen 510LP ebenfalls einen neuen Vereinsrekord erzielte, diese
Bestleistung ist bis heute nicht übertroffen!
Trotz dieser sehr guten Leistung musste die 1. Damenmannschaft in diesem Jahr aus der Regionalliga absteigen und auch die 1. Herrenmannschaft stieg wieder in die A- Liga ab.
Die kommenden Jahre gestalteten sich sportlich recht schwierig, die 1. Herrenmannschaft schaffte zwar gleich wieder den Aufstieg in die Bezirksklasse, aber der Weggang unserer 2 sehr guten jungen Spieler Peter Beck und Johannes Burmeister, die es in die Hessenliga nach Ober Ramstadt zog, war langfristig nicht zu kompensieren. Für die B- Liga zu gut, für die A-Liga zu schlecht, hieß das Motto bis zur Saison 1998/99.
Auch in der 1. Damenmannschaft gab es einen Umbruch. Die Leistungsträger Andrea Wacker geb. Nagel und ihre Schwester Gabi Kolb verzogen nach Griesheim bzw. spielten für Ober Ramstadt. Junge talentierte Spielerinnen wie Yvonne Hengster, Anja Fleischhauer oder Susanne Adam waren noch nicht soweit um Akzente setzen zu können. In den folgenden Jahren wurden vorwiegend in der Bezirksklasse vordere Plätze erzielt, zur Meisterschaft reichte es erst wieder in der Saison 2000/01.
Aber nicht nur in sportlicher Hinsicht gab es Anfang der 90er Jahre einen Umbruch, auch im Vorstand gab es einige Änderungen. Die Abteilungsführung übernahm Georg Adam, Sportwartin wurde Karin Adam und Sportwart Thomas Stürmer.
1995 konnte endlich das lange erhoffte 100. Mitglied begrüsst werden, bezeichnenderweise ein Mitglied unserer neu formierten Jugendgruppe.
Aber ein weiteres Glanzlicht setzte Ende 1995 unsere Senioren B- Mannschaft.
In der Besetzung Ludwig Weygandt, Hans Hechler, Günter Mannagottera, Theo Grünärml und Alfred Satur wurde sie Hess. Vereinsmeister und dies berechtigte zum Start bei den Deutschen Meisterschaften in Augsburg. Eine grosse Abordnung begleitete unsere Spieler im Juni 1996 zu diesem grossen Ereignis. Trotz grosser Nervosität konnte ein guter 13. Platz erkämpft werden.

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 Dieser grosse Erfolg der Senioren machte aber auch besonders deutlich, dass die guten Spieler der "ersten Stunde" so langsam in die Jahre gekommen waren, Anwerbung junger Spielerinnen und Spieler und die Forcierung der Jugendarbeit hiess deshalb die Devise des Vorstandes in den 90er Jahren.
1998 schien ein erster Schritt zu gelingen. Mit Gabi Rückert konnte eine engagierte A- Lizenz  Trainerin für die Jugend verpflichtet werden. Das abwechslungsreiche und fundierte Training trug schnell Früchte, schon bald nahmen ca. 25 Jugendliche am Training teil.
Doch jeder Verein kennt die mühsame Arbeit im Jugendbereich: viele gute Talente werden ausgebildet, wenige bleiben übrig. Deshalb der Dank des Vorstandes an Trainerin und Jugendwarte die sich dadurch nicht entmutigen ließen und immer wieder von vorne begonnen haben.Aber die Anstrengungen wurden auch belohnt, junge gute Spielerinnen und Spieler fanden den Weg zu uns und der Erfolg blieb nicht aus.
In der Saison 1998/99 schafften die Herren den Aufstieg in die A-Klasse und dies mit der 1. und 2. Mannschaft im Doppelpack. Zwar musste die 2. Mannschaft im nächsten Jahr wieder absteigen, aber die 1. Mannschaft ging ihren Weg. Vordere Plätze in der A- Liga gipfelten in der Saison 2003/04 mit dem Aufstieg in die Bezirksklasse und erstmals werden in der Saison 2004/ 05 in Rossdorf 200 Kugeln gespielt. Auch der 2. Herrenmannschaft gelang wieder der Aufstieg in die A- Liga.
 
Die 1. Damenmannschaft schaffte 2000/01 den Aufstieg in die Gruppenliga. Unter Anleitung von A- Lizenz Trainer Klaus Rückert wurden in der Folgezeit sehr gute Ergebnisse erzielt und man machte sich schon Hoffnungen auf den Aufstieg in die Regionalliga.
Durch Erkrankungen und widrige Umstände befand man sich nach der Vorrunde 2003/04 jedoch am Tabellenende und trotz einer sehr gut gespielten Rückrunde mit einem neuen Vereinsrekord von 2546 LP und einem neuen Bahnrekord in Rossdorf von 2514 LP war der Abstieg in die Bezirksklasse nicht zu vermeiden.

Saison 2004/2005
Erfolge im Jubiläumsjahr
B-Jugend wird Meister der Regionalliga B Süd
1. Damenmannschaft schafft wieder den Aufstieg in die Gruppenliga

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